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Fusion

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Es dürfte der Sommer 2012 gewesen sein, als ich das erste Mal mit einigen Freunden im Bus Richtung Lärz saß. Das Fusion Festival hatte etwas geheimnisvolles - die Festivaltickets wurden verlost, es gab keine Werbung und jeder der schon eimal da war, schwärmte von den kleinen Abenteuern die sie dort erlebt hatten - ohne diese je mit Fotos oder Videos zu dokumentieren zu haben. Diese vier oder fünf Tage waren das erste Mal, dass ich konkret miterlebt habe, dass Utopien vorgelebt werden können und das Party und Politik keine Gegensätze sein müssen. Ein Technofestival war die Initialzündung dafür, dass ich angefangen habe mich für meine Umwelt zu interessieren und mich mit anderen Menschen zu solidarisieren. Das Fusion Festival war für mich immer eine Familienfeier der deutschen Linken und ein Ort um sich über die neusten Entwicklungen auszutauschen und mit der Szene in Kontakt zu treten. Umso erschrockener war ich, als ich heute auf Mastodon gelesen habe, dass das Fusion Festival 2019 aus Sicht der Polizei nicht stattfinden darf, sofern keine Polizeiwache auf dem Festivalgelände errichtet werden darf - die Fusion war seit jeher ein Ort an dem die Besucher keine polizeilichen Kontrollen befürchten mussten. Die Veranstalter der Fusion haben als Reaktion darauf eine Unterschriftenaktion gestartet. Obwohl ich die letzten Jahre aus verschiedensten Gründen kein Besucher des Fusion Festival war - es wäre eine Schände wenn diese Veranstaltung dieses Jahr nicht stattfinden würde.

Ein Technofestival war

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